IGNV - Interessengemeinschaft Neuenkirchen-Vörden

"Es kommt nicht darauf an, wie der Wind weht sondern wie die Segel gesetzt werden"


Klimawandel

Daten, Fakten, Wissenswertes

- hier informiere ich Sie zum Thema "Klimawandel"

Heinrich-Bernhard Münzebrock

  

 vorab 2 Fragen die Antworten suchen:                                                              

glauben Sie an den menschengemachten Klimawandel?
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was glauben Sie? - welche Strategie ist zielführend?
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jetzt geht es los:

Klimawandel nennt man es, wenn sich das Klima ändert. Normalerweise verändert sich das Klima sehr langsam, also über viele Jahrhunderte. Ein einzelner Mensch würde einen solchen Wandel innerhalb seines Lebens nicht bemerken, weil er zu langsam vorangeht. Zur Zeit erleben wir aber einen Klimawandel, der wesentlich schneller vorangeht. So schnell, dass sich die Temperatur sogar in der kurzen Zeit eines Menschenlebens verändert. Das Klima auf der ganzen Erde wird  wärmer und man spricht von einer Erderwärmung. Die Ursache für diesen rasanten Klimawandel ist wahrscheinlich der Mensch. Windräder, Solarzellen, vegane Kost usw. - all das reicht nicht, um den Klimawandel abzuwenden. Die Erde zeigt schon deutliche Symptome. Warum aber ist die Veränderung so bedrohlich?
D
er Klimawandel ist heute in aller Munde, bewegt und spaltet die Gesellschaft. Hier zunächst einige Fakten zu diesem Thema von Prof. Dr. Dr. Hans Werner Sinn vom ifo Institut in München. Er ist ein hochangesehener Wirtschaftswissenschaftler. Er sieht den Klimawandel durchaus als Real an, warnt jedoch vor übereiltem und unüberlegtem Handeln bei diesem komplexen Thema. Hier zunächst einige Fakten aus einem seiner Vorträge:

nachfolgend die wichtigsten Grafiken aus dem Vortrag von Prof. Dr. Dr. Hans Werner Sinn:




dazu der komplette Vortrag:    "Wieviel Zappelstrom  verträgt Deutschland?"  

Prof. Dr. Dr. Hans Werner Sinn     ifo Institut München            Vortrag vom 18.12.2017




Die Grenzen des Wissens: Gelingt die globale Energiewende? Und was tun wenn nicht?

Prof. Dr. Gerd Ganteför Universität Konstanz Vortrag vom 10.05.2017




treibhausgas-ausstoss-infografik-100
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Klimaproteste Deutschland 20.09.2019
Klimaproteste Deutschland 20.09.2019
2_abb_thg-emissionen-seit-1990-nach-gasen_2019
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23_1_TreibhausN
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kohlendioxid-weltweit-101__v-videowebl
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grafik-co2-minderung
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DWO-WI-CO2Emmission-Aufm-Kopie-jpg
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DWO-WI-CO2Emmission-Aufm-Kopie-2-jpg
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DWO-WI-CO2Emmission-Aufm-jpg
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Interessanter Link zur CO² Entwicklung bis 2030: hier

Nettostromerzeugung in Deutschland: hier>>

Stromverbrauch in Deutschland hier>>

Strompreise in Deutschland: hier>> 


Die Politik bevorzugt z. Zt. E-Autos als die Lösung für die Zukunft. Dabei ist der Range der Akkus immer noch sehr bescheiden. Die Reichweite des neuen VW ID 3 z.B. liegt, aufgrund der "kleinen" Akkus, im Realbetrieb zwischen 300 und 350 Kilometer. Tesla E-Autos haben schon eine Reichweite von 400 bis 500 Kilometer. Wenn 50 % aller PKW in Deutschland auf E-Technologie umgestellt werden, benötigen wir ca. 1.000.000 Ladeeinheiten. PKW in Deutschland laufen im Durchschnitt ca. 13.000 Kilometer pro Jahr. Lt. Kraftfahrt-Bundesamt liegt die Gesamtfahrleistung aller PKW in Deutschland pro Jahr bei 636 Milliarden Kilometer. 50 % davon sind 318 Milliarden Kilometer. Der durchschnittliche Stromverbrauch je 100 km liegt bei E-Autos z. Zt. bei 15 - 25 kwh. Dadurch ergibt sich ein Gesamtverbrauch für 50 % E-Auto Aufkommen bei 318 / 100 * 20 kwh = 63,6 Milliarden kwh / Jahr.                              1 Terrawatt ist 1 Mrd. kwh = 63,6 Terrawatt /Jahr und bei 100 % E-Autos in 2050 ca. 130 Terrawatt / Jahr!!

Statt wie geplant den Stromverbrauch in Deutschland zu senken müssen wir unsere Stromproduktion um 30 % erhöhen oder Strom aus dem Ausland zukaufen. Dazu kommt die notwendige Infrastruktur.

     Schüler und einige Politiker fordern eine Abkehr von den alten- hin zu regenerativen Technologien. In Skandinavien ist man schon weiter. Dort fahren z. Zt. sehr viele E-Autos und die Autotechnologie soll zu 100 % auf Strom umgestellt werden. Diese Entwicklung ist aber nicht 1:1 auf unser Land, wie von einigen Politikern gefordert, übertragbar da in unserem Land ca. 15 mal mehr Einwohner je km² leben. Ein aktuelles Problem sind die alten Dieselfahrzeuge, die zum Abwracken aufgekauft werden und in die Verwertung gehen sollen. Diese werden aber häufig nicht verschrottet sondern nach Ost-Europa gekarrt. Dort fahren sie munter weiter und verpesten die Luft.

     Eine weitere Forderung der Schüler und Politiker nach dem Ausstieg aus der Stein- und Braunkohletechnologie wird wohl umgesetzt. Das Problem dabei ist aber, dass die freigewordenen CO² Werte auf die restlichen EU-Länder verteilt werden. Somit wird, auf EU-Ebene, keine Verbesserung der CO² Werte erreicht. Auch im Bereich der Atom-Energie hat unser Land den Ausstieg beschlossen. Unsere Nachbarn machen jedoch weiter und expandieren u.a. in diesem Bereich. Nach Umsetzung der o.g. Maßnahmen wird Deutschland ein Stromdefizit aufweisen und Strom zukaufen müssen. Das dabei der Strompreis steigt ist logisch oder?.

     Die Europawahl 2019 hat gezeigt, dass für uns Deutsche der Klimawandel und die damit verbundenen Auswirkungen das Thema Nr. 1 ist. Durch den Dürresommer 2018 hat man erkannt, dass sich einiges ändern muss. Davon profitiert z. Zt. eine Partei in unserem Land: „die Grünen“. Massive Wählerwanderungen, bei der Wahl zum europäischen Parlament in Brüssel, weg von den konservativen bürgerlichen Parteien in Richtung „Grüne“ sind die Folge. Langjährige Werte der Deutschen wie Soziales und Wirtschaft stehen plötzlich nicht mehr im Focus der Gesellschaft. Dadurch könnte eine Partei wie die SPD ihre Daseinsberechtigung verlieren, dadurch wird die CDU zur Partei der Rentner?. Eine Ursache könnte darin liegen, dass diese Parteien die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Klimaaktivisten (Idealisten?) und auf der anderen Seite rechtspopulistische Gruppierungen bestimmen z. Zt. das Geschehen auf der politischen Bühne. Im Fall der Klimaaktivisten haben die Lobbyisten der regenerativen Energien ganze Arbeit geleistet: Sie haben Greta Thunberg zur "leading figure" gemacht und mit Hilfe eines Dokumentarfilms von El Gore über den sog. "Klimawandel" den  jungen Menschen das Gehirn gewaschen. Dazu kommen sog. Wissenschaftler, die für Geld ihre Großmutter verkaufen. Diese Konstellation hat es in unserer Republik noch nie gegeben. Das macht mir Angst. Dabei leben wir Deutschen nicht allein auf diesem Planeten!! - unser Anteil an der Weltbevölkerung beträgt weniger als 1,5 % !. Selbst wenn 75 % der Weltbevölkerung den Klimawandel erkennen und bekämpfen, davon sind wir weit entfernt, wird er nicht mehr aufzuhalten sein.

   Kommen wir zurück nach Europa: in unseren Nachbarländern, besonders in Osteuropa, ist der Klimawandel nicht in den Köpfen der Bevölkerung angekommen. In den westlichen EU Mitgliedsstaaten läuft es auch nicht viel besser: Frankreich nutzt Atomkraftwerke und baut diese Technologie (bedingt durch die steigende Nachfrage nach Strom) weiter aus. Im Osten Europas werden Kohlekraftwerke auch in Zukunft Strom produzieren. Dazu kommt, dass wenn Deutschland seine Hausaufgaben macht und den CO² Ausstoß reduziert, nach der aktuellen Rechtslage, unsere CO² Rechte auf die übrigen EU-Länder verteilt werden.

     Wenn wir ein klimaneutrales Deutschland erreichen wollen, müssen wir genau ausloten und abstimmen was machbar ist- oder nicht. Auf diesem Weg benötigen wir in Zukunft moderne und effektive Gaskraftwerke um  Stromschwankungen aufzufangen und auszugleichen. Wenn wir unsere fossilen Kraftwerke zu früh abschalten wird es in unserem Land zu Stromausfällen kommen mit der Folge, dass unser Alltag aus den Fugen gerät und unsere Industrie und Wirtschaft die Arbeit einstellen muss. Regenerative Energie kann in Zukunft zuverlässig sein. Solaranlagen auf den Dächern unserer Eigenheime oder Mehrfamilienhäuser mit angedockten Stromspeichern zur autarken Versorgung mit Strom sind die Zukunft. Sie werden unsere Stromkosten erheblich senken. Mit dem ersparten Geld kann man sogar noch ein E-Auto an der heimischen Ladestation aufladen und ca. 10.000 km pro Jahr kostenlos fahren. (ein Kalkulationsprogramm dazu finden Sie hier

     Windkraftanlagen dürfen in Zukunft nur noch mit angedockten Stromspeichern gebaut werden um eine lineare, konstante Stromversorgung zu sichern. Die Grünen fordern immer wieder den Ausbau dieser Anlagen, fordern aber keine entsprechenden Stromspeicher. Hier muss die Politik nachbessern und diese Technologie zum Standard machen. Da durch die zusätzlichen Kosten für die Speicherung des Stroms die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist, wird diese Art der Stromgewinnung auch in Zukunft subventioniert werden müssen. 

     Um unsere Ziele zu erreichen müssen wir die Anzahl der Wind- und Solaranlagen deutlich steigern. Ein Problem bei der angestrebten Entwicklung sehe ich in der nachhaltigen Veränderung unserer Landschaften und der Tierwelt. Biogasanlagen sind, nach meiner Meinung, suboptimal. Monokulturen sind die Folge und der Verbleib der Reste aus der Fermentierung ist nicht geklärt. Weiter wird die Infrastruktur in Form von Freileitungen oder Erdkabel für den Stromtransport in die Ballungszentren einen erheblichen Zubau erfahren. Hier gibt es das Problem, dass niemand eine Leitung (Elektrosmog) vor seiner Haustür haben möchte. Schon heute regt sich großer Widerstand gegen die geplanten Überlandleitungen um den regenerativ erzeugten Strom aus dem Wattenmeer in das Ruhrgebiet zu befördern.

     Abschließend muss man sich die Frage stellen: kann Deutschland klimaneutral werden? Um das Ziel zu erreichen müsste ein erheblicher Teil unserer Lieferanten für Lebensmittel, die Wiederkäuer (Kühe, Bullen usw.), aus den Ställen verschwinden. Beim atmen werden  Methangase (Treibhausgase) an die Umwelt abgegeben. Menschen setzen CO² frei – müssen wir auch verschwinden? Verbrennungsmotoren werden 2050 der Vergangenheit angehören. Aber kann die Stromversorgung in Deutschland zu 100 % regenerativ sein? – von der Logik her komme ich auf nur 50 - 70 % des alltäglichen Strombedarfs. Allein für die E-Mobilität muss in Zukunft mit einem zusätzlichen Strombedarf von 30 – 40 % bis zum Jahre 2050 gerechnet werden. Das bedeutet, dass Deutschland einen Teil des täglichen Stromverbrauchs importieren oder durch fossile Energie produzieren muss. Der aus dem o.g. Szenario resultierende Preisanstieg wird heftig und unsere Industrie und nichtautarke Privathaushalte zusätzlich belasten. Ein weiteres Problem: Strom macht nur 25 % des gesamten Energiebedarfs in unserem Land aus. Wo sollen die restlichen 75 %, die heute noch fossil sind, herkommen?...

     Nach meiner Meinung müssen wir verhindern, dass sich die aktuelle Entwicklung, in unserem Land, zu einer Massenhysterie mit unvorhersehbaren Folgen ausweitet. Für unsere Kinder und Jugendlichen gehört der Strom aus der Steckdose und die gut gefüllten Supermarktregale zum Alltag. Was passiert aber, wenn wir unsere Klimaziele erreichen?.... Verlieren wir unsere Arbeitsplätze und damit unseren Wohlstand?. Wohlstand und Klimaneutralität passen wohl nicht zusammen. In Ländern mit zunehmenden Wohlstand steigt der CO² Ausstoß pro Kopf. Die zukünftige Aufgabe der Politiker aller Couleur besteht darin, die kommenden Herausforderungen mit Verstand, Übersicht, Weitsicht und den Sinn für die Realität (das Machbare) zu meistern. Dann ist Deutschland auf einem guten Weg. H.B.M.

Viele glauben aber nur wenige wissen!!


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